Es war einmal…

in Domažlice, dessen Name bereits unter dem König Johann von Luxemburg erstmal urkundlich erwähnt wurde, gab es eine Menge von Kneipen, Schenken und Kellern. In der Zeit der Jagiellonen zählte sich zu den bekanntesten die Schenke „Zur Melusine“, die sich seit undenklichen Zeiten in der Strasse befand, durch deren Mitte ein Zuleitungskanal verlief, der die städtischen Gräben mit Wasser versorgte und die Mühlräder betrieb.

Diese Schenke bekam ihren Namen nach einer Schönheit mit rabenschwarzem Haar und greller Stimme, wegen der nicht nur Kaufleute und Handwecker, sondern auch Ritter und Landedelmänner von den nah gelegenen Burgen und Festungen die Schenke besuchten. Dort erleichterten sie ihren Geldbeutel, dessen Inhalt sie gegen ein leckeres, reichlich mit Wein, Bier und Met aus Melusinas Kellern begossenes Essen tauschten. Oft artete das Trinkgelage in Zweikämpfe oder Raufereien aus, die jedoch von der unerschrockenen Schenkwirtin immer energisch geschlichtet wurden. Der Schenke ging es gut, aber die missgünstigen Nachbarn beklagten sich oft über ihren lauten Betrieb und den rauen Gesang der Besitzerin, Manche bezeichneten sie sogar als Hexe, die ihre Gäste mit gefährlichen Speisen und verschiedenen Getränken bezaubert und damit ihr Gemüt beeinflusst. Die zufriedenen Gäste setzten sich jedoch einstimmig für diese hübsche Wirtin ein.

Was für ein Schicksal der Melusine von Domažlice gab, gelang es uns leider nicht festzustellen. Die Schenke selbst war mehrmals ausgebrannt und wechselte oft ihre Besitzer und auch Nutzungszwecke. Der mündlichen Überlieferung nach solle die unruhige Seele der Schenkwirtin ihre Schätze und ihre alten Rezepte bis heute hüten. Einige Gäste können sogar noch heute im Kaminofen ab und zu ihr raues Heulen hören.

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Die historische Schenke U Meluzíny (Zur Windsbraut) und ihr Chefkoch bieten Ihnen eine große Auswahl an Delikatessen, die ausschließlich aus frischen, saisonspezifischen Zutaten – des Öfteren eigenhändig in den umliegenden Wäldern und Wiesen gepflückt und gesammelt – zubereitet werden. Die Speisekarte variiert abhängig von der Jahreszeit  – somit können wir Ihnen das Beste aus regionalen Zutaten inkl. Wildbrett oder originellen Kräutern, Gewürzen und Obst anbieten. Zu den regelmäßig in der Speisekarte angebotenen Spezialitäten gehören:

* Suppen, die nicht nur sattmachen, sondern auch im Bauch wärmen, z.B. Krautsuppe mit Wurst, Krause-Glucke-Suppe (a la Kutteln), traditionelle Knoblauchsuppe

* Geräucherte Schweinerippen,  Chodenland-Schnitzel, Rostbraten mit Pilzen

* Damhirschgulasch, Wachtel mit Maronenfüllung, Wildbrettmedaillons mit Ebereschen- oder Hagebuttensoße, hausgemachte Knödel sowie Weißbrot

* Hausgemachte Desserts aus regionalen Früchten, Kartoffelzapfen mit Mohn und Powidl

Möchten Sie sich bei uns Gans, Ente, Kaninchen, Fondue, Steak Tartare sowie weitere Delikatessen schmecken lassen? Wir nehmen gerne Ihre Bestellung mind. 2 Tage vor dem gewünschten Termin entgegen.

Wir schenken stets den schneidigen 12°C Pilsner Urquell sowie jeweils ein Spezialbier vom Fass aus. Möchten Sie eher den Körper und Geist erwärmen, empfehlen wir den ausgezeichneten, extra für unsere Schenke hergestellten Honig-Sliwowitz, Met (Honigwein) sowie weitere zahlreichen Spirituosen oder alkoholfreie Getränke.

Wöchentliches Mittagsmenü finden Sie auf unserem Facebook (www.facebook.com/meluzina.krcma).

Unsere Empfehlung: An Wochenenden reservieren Sie Ihren Platz am besten im Voraus! Montag geschlossen.